Der Adventskranz – mit vier Kerzen Richtung Heiligabend

Der Adventskranz – mit vier Kerzen Richtung Heiligabend

Adventskranz
Der typische Adventskranz besteht aus einem Kranz und vier Lichtern, die nicht nur die Atmosphäre besinnlich und wunderschön gestalten, sondern auch die Nähe zum großen Weihnachtsfest verdeutlichen. Jeden Sonntag wird aufs Neue eine neue Kerze angezündet, sodass am vierten Advent alle vier Kerzen am Kranz brennen und der Heiligabend ganz nah ist. Heutzutage gibt es viele ganz unterschiedliche Arten von Adventskränzen, wobei die meisten vier Kerzen und einige Modelle noch eine fünfte und meistens dickere Kerze haben, welche sich in der Mitte vom Kranz befindet und jeden Sonntag angezündet wird. So unterscheiden sich die einzelnen Modelle in der Regel ausschließlich im Design, wobei einige selbst gebastelt werden und wieder andere in vielen Formen, Farben und Preisklassen in den Geschäften gekauft werden können.


Die Geschichte des Adventskranzes

Bei dem Adventskranz handelt es sich um eine Erfindung von dem evangelischen Theologen Johann Heinrich, sodass es sich hierbei nicht um ein Ritual der katholischen Kirche handelt. Dieser hat im 19. Jahrhundert gemeinsam mit seinen Pflegekindern in einem Hamburger Rauhen Haus gelebt und musste sich immer wieder der Frage stellen, wann denn nun endlich Weihnachten gekommen ist und es Zeit wird, die Geschenke auszupacken. Aus diesem Grund hat er sich darüber Gedanken gemacht, wie man die Wartezeit auf Weihnachten veranschaulichen könnte, sodass auch Kinder es verstehen.
Im November 1839 baute er mit Hilfe von einem alten Wagenrad den ersten Adventskranz. Dieser hatte 20 kleine Kerzen in roter Farbe und 4 etwas größere Kerzen in Weiß. An jedem Adventstag wurde eine neue kleine Kerze und an jedem neuen Adventssonntag eine weitere große Kerze angezündet. Durch die weißen Kerzen war es den Kindern möglich, die Tage bis Weihnachten zu zählen. Auch heute lebt die Erinnerung durch einen Adventskranz mit bis zu 24 Kerzen in der benachbarten Sankt-Michaels Kirche, neben dem Hamburger Michel, an ihn weiter. In der katholischen Kirche wurde der Adventskranz erst 1925 eingeführt.

Die Bedeutung von dem Adventskranz

Während mit 24 Kerzen begonnen wurde, blieben aufgrund von Platz- und Kostengründen nur noch die vier dicken Kerzen übrig. Seit dem Jahr 1860 werden die Kränze ganz traditionell aus grünen Tannenzweigen gebastelt und haben vier rote Kerzen. Das Grün der einzelnen Zweige soll das Leben sowie das Symbol der Hoffnung darstellen. Die vier roten Kerzen hingegen die Liebe und die Fruchtbarkeit. Neben Rot gibt es auch das traditionelle Violett, welches ebenfalls in der Adventsliturgie zu finden ist. Bei einigen Gemeinden wird neben drei violetten Kerzen auch eine rosane Kerze angebracht. Diese steht für den 3. Adventssonntag. Nicht ohne Grund, denn an diesem Tag wird das Fest der Freude, das sogenannte Gaudete-Fest, gefeiert. Wieder andere Gemeinden nutzen vier ganz unterschiedliche Farben für die Kerzen, damit auch die anderen Sonntage gekennzeichnet werden. Die runde Form von dem Adventskreis hingegen hat überall die gleiche Bedeutung und steht für den Kreis des ewigen Lebens sowie dem Erdkreis. Des Weiteren ist hier der Bezug zu den vier unterschiedlichen Himmelsrichtungen nicht außer Acht zu lassen.

Heute muss er gefallen

Im Gegensatz zu früher ist heutzutage die Bedeutung des Adventskranzes nicht mehr ganz so wichtig, sodass vor allem der eigene und individuelle Geschmack bei der Auswahl des richtigen Kranzes eine enorm wichtige Rolle spielt. Ob bunt und verspielt, schlicht und edel oder doch selbst gemacht, der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt.

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